Von den Göttern geküsst…?

…es war einmal ein Reisejournalist, welcher unheilbar erkrankte. Die Krankheit hinterließ bereits ihre Spuren und er konnte sich nur noch eingeschränkt fortbewegen. Er gab nicht auf und setzte seine beruflichen Reisen fort. Während eines Aufenthalts in Neuseeland unterhielt er sich mit einem Maori. Dieser meinte, dass die Krankheit ihn ehren würde, da sie ihn besonders mache. Die Götter hätten ihn erwählt.

Welch interessante Sichtweise! Ich bin auch krank und weiß schon lange, dass ich erwählt bin. Es wurde Zeit, dass das endlich jemand anerkennt :-). Schön wär’s. Hierzulande gehört man als Mensch mit Handicap eher zu den bemitleidenswerten Geschöpfen, die das Schwert des Schicksals zu spüren bekamen. Anders sein kann zur Herausforderung werden. Aber wie das Beispiel mit dem Maori zeigt, kann man über dieselbe Sache völlig anders denken, wenn lediglich ein anderer Blickwinkel eingenommen wird. Den Schalter umzulegen hört sich so wunderbar einfach an und scheint doch so unglaublich schwer zu sein. Die Welt ist komplex und geprägt von Kontrasten. Ohne hell kein dunkel, ohne gut kein schlecht, ohne reich kein arm. Wenn man sich jedoch die Mühe macht, in die Tiefen der Gedankenwelt abzutauchen, gewinnt man den Eindruck, dass nichts ist, wie es scheint. Zeit also zum Nachdenken und Gedanken teilen. Aber bitte immer mit viel Humor!

Shoot for the moon.
Even if you miss, you’ll land among the stars.